Bericht des Zuchtwartes 2025
2025 sind in Österreich 9 Würfe gefallen, das ist um einen Wurf mehr als 2024. Da die Nachfrage an Welpen nicht merklich anstieg, konnten so wie 2024 wieder nur ca. die Hälfte an
Paarungen im Vergleich zu den vorherigen Jahren vereinbart werden. Zum Vergleich 2022, da waren es 15, 10 schwarzrote und 5 rote Würfe. 2021 waren es sogar 19 Würfe. 13 schwarzrote und 6 rote Würfe. In Planung waren 15 Paarungen davon konnten 12 Hündinnen gedeckt werden (es waren 6 schwarzrote und 6 rote) davon blieben 3 Hündinnen leer). Bei den 9 Würfen kamen 54 Welpen zur Welt. Davon 32 Rüden (19 schwarzrote und 13 rote) und 22 Hündinnen (10 schwarzrote und 12 rote). Davon sind 7 Welpen (3/4) eingegangen (entweder tot auf die Welt gekommen oder später eingegangen). Dazu kam 1 Einzeleintragung. Eine schwarzrote Hündin konnte von Deutschland in die Steiermark vermittelt werden. Somit konnten 48 Welpen vergeben werden. Der Wurfdurchschnitt war bei 6 Welpen/Wurf
Bei den schwarzroten Welpen waren es 17 Rüden und 9 Hündinnen, ges. 26 und bei den roten Welpen waren es 12 Rüden und 10 Hündinnen, ges. 22 15 Zuchtrüden kamen zum Einsatz. 2 Rüden kamen in Deutschland und einer in der Schweiz zum Einsatz. Von den 9 Würfen waren 7 A-Würfe (erster Wurf der jeweiligen Hündin). 4 Würfe waren in Nordtirol, 2 in der Steiermark und jeweils 1 Wurf in Osttirol, Niederösterreich und Salzburg. Die Eintragungen der Welpen ins Zuchtbuch beim ÖKV sind im Jahresbericht angegeben.
Zuchtmaterial:
Durch Ablegen der Gebrauchsprüfung sind bei den schwarzroten 3 Rü. und 4 Hü. bei den roten 5 Rü. und 7 Hü. in Summe 19 Zuchthunde neu dazugekommen. Derzeit stehen 27 rote Hündinnen, davon 11 mit weißen Abzeichen und 20 rote Rüden, davon 14 mit weißen Abzeichen zur Verfügung. Bei den schwarzroten sind 38 Hündinnen, davon 16 mit weißen Abzeichen und 29 Rüden, davon 14 mit weißen Abzeichen für die Zucht tauglich.
Das sind gesamt 47 rote und 67 schwarzrote, gesamt 114 Zuchthunde. Derzeit stehen bei beiden Farbschlägen mehr Zuchthunde für eine Paarung zur Verfügung, als wir benötigen. Da wir unsere Welpen nur an Jäger vergeben und daher nur nach Bedarf gedeckt werden kann, bitte ich um Verständnis, sollte der eine oder der andere nicht gleich eine Zuchterlaubnis bekommen. Grundsätzlich sollte jeder, der auch will, und sein Rüde oder Hündin alle Voraussetzungen für die Zucht erfüllt, die Chance bekommen, einen Wurf zu ziehen.
Da bei unseren Nachbarn, Klub Tirolerbracke Deutschland, Deckrüden gefragt sind, hat mich Zuchtwart Florian Koch gebeten, geeignete Rüden auszusuchen. Es kommen allerdings nur zuchttaugliche Hunde mit einer HD-Untersuchung in Frage. Daher wäre es für Hundebesitzer mit angekörten jüngeren Rüden ratsam, eine derartige Untersuchung machen zu lassen und das Ergebnis mir bekannt zu geben, um in die Auswahl zu kommen.
Voraussetzungen zum Züchten:
Hundeführer, die beabsichtigen, ihren Rüden oder ihre Hündin für die Zucht einzusetzen, sollen sich bitte rechtzeitig beim Zuchtwart melden und sich über die Zuchtbestimmungen informieren. Die Zuchtordnung findet man auch auf unserer Homepage. Ansuchen auf Zwingernamenschutz ist 3 Monate vor beabsichtigter Zucht einzureichen. Grundsätzliche Voraussetzung für die Zuchtverwendung ist Gesundheit, artgemäße Entwicklung, ein rassetypisches Wesen und die Erreichung der vollen Zuchtreife (Mindestalter 2 Jahre).
Die Welpen werden unter Jagdlicher Leistungszucht ins Zuchtbuch beim ÖKV eingetragen und die Leistung der Eltern muss nachgewiesen werden. Daher müssen Zuchthunde eine Gebrauchsprüfung mit Mindestpunkte 300 (II. Preis), im Spurlaut mind. Note 3, in der Wachsamkeit beim erlegten Wild mind. die Note 2, abgelegt haben. Ein Formwert von mindestens SG ist erforderlich. Die Auswahl der Rüden und Hündinnen. wird von mir mit Unterstützung unseres Zucht-Programms wo die GP-Prüfungen eingegeben wurden, ausgewählt und die Entscheidung, ob ein Hund zuchttauglich ist, trifft daher der jeweilige Leistungsrichter mit seiner Bewertung. Bei der Ankörung wird Leistung und Formwert zusammen bewertet. Nach dem ersten Wurf muss mindestens 1 Jahr ausgesetzt werden. Eine Wiederholungszucht darf erst nach Ablegung einer Anlagenprüfung und einer Formbewertung der Welpen erfolgen. Die Junghundebesitzer werden dringend ersucht, an den Anlagenprüfungen teilzunehmen, um damit die Voraussetzungen für Wiederholungszuchten zu schaffen.
Zur Welpenvergabe:
Bei der Welpenvergabe vorrangig behandelt werden Züchter und langjährige Mitglieder, Jagdschutzorgane wie Berufsjäger und Jagdaufseher. Ansonsten werden alle Welpeninteressenten gleich behandelt, das heißt nach der Reihenfolge der eingelangten Bestellungen. Die Welpenvermittlung gestaltet sich teilweise schwierig. Die Wünsche der einzelnen Bewerber sind manchmal sehr vielfältig und fast nicht zu erfüllen, möchte man Farbe rot oder schwarzrot, Rüde oder Hündin, mit oder ohne Brackenstern, von einem bestimmten Züchter und noch den Abholtermin (meistens Frühjahr oder ,,dringend’’) zusammenbringen. Dabei möchte ich mich gleich bei den vielen unkomplizierten Welpenbewerbern für ihr Verständnis, wenn’s nicht so hundertprozentig geklappt hat, bedanken. Leider haben wieder einige Bewerber abgesagt, dies erfahre ich oft erst bei der Zuteilung, der Bewerber sagt mir dann er hätte schon einen Welpen einer anderen Rasse bekommen. Die Welpen wurden mit Ausnahme von Burgenland, Wien und Vorarlberg, in alle österreichischen Bundesländer, sowie nach Südtirol, Deutschland und je 1 Welpe nach Luxemburg und Polen vergeben. Bei der Abholung eines Welpen ist zu beachten, dass laut EU- Gesetz ein Welpe erst mit einer Tollwutimpfung in ein EU Nachbarland gebracht werden darf.
Vorschau:
Heuer waren bis jetzt 11 Paarungen vereinbart, es konnten 10 Hündinnen (5 schwarzrote und 5 rote) gedeckt werden. 7 Würfe sind schon gefallen, 3 schwarzrote mit 15/6 Welpen und 4 rote mit 8/11. Der 1. Wurf ist schon im Jänner 2026 bei Oblasser Sebastian in Osttirol gefallen und die 10 Welpen sind alle schon abgeholt worden. Die anderen Würfe sind Ende März und Anfang April gefallen und die meisten Welpen sind schon zugeteilt. Leider ist das Geschlechterverhältnis bei den schwarzroten Welpen umgekehrt zu den Welpenbestellungen ausgefallen. Von den 21 Welpen sind nur 6 Hündinnen zu vergeben. Die Welpen sind bis auf einige Rüden schon zugeteilt. Die nächsten Würfe sind im Mai zu erwarten. Somit dürften die meisten Bewerber heuer noch einen Welpen bekommen. Bestellt sind derzeit noch für 2026 ca. 15 Welpen. Auffallend ist, dass wieder bei beiden Farbschlägen, mehr Hündinnen bestellt wurden als Rüden. Am Herzen liegt mir auch jungen Bewerbern eine Chance zu geben, einen Welpen zu bekommen. Die Welpen sind generell sehr gut veranlagt. Was wir brauchen, sind gute Führer, die unsere Bracken in Ihren Revieren zu Höchstleistungen fordern. Wichtig ist mir eine große Breite an Zuchthunden zu erhalten und die Gleichbehandlung aller Mitglieder, dabei halte ich mich an die Zuchtordnung vom Klub TIBR und ÖKV sowie an die Eintragungsordnung von ÖKV. Es ist oft nicht leicht allen recht zu tun, wie ein Sprichwort besagt. Allen recht getan ist etwas was niemand kann. Aber ich bin immer bestrebt meine Entscheidungen zum Wohle unsere Bracken zu treffen. Zum Schluss möchte ich mich beim gesamten Vorstand, bei allen Gebietsführern und besonders bei meinem Stellvertreter Othmar Triendl für die gute Zusammenarbeit bedanken und schließe mit Brackenheil.
Thomas Plattner