, Wachter Wolfram

Jahresbericht 2025

Jahresbericht – Rückblick auf ein jagdlich erfolgreiches und traditionsreiches Jahr

Das abgelaufene Jagdjahr war geprägt von fachlicher Leistung, gelebtem Brauchtum und verantwortungsvoller Hege im Revier.

Ein besonderer Höhepunkt war die erfolgreiche Teilnahme von Mathias Wachter mit seiner Tiroler Bracke Hündin Blanka an der Schweißsonderprüfung (Fährtenschuh). Mit 48 Punkten und dem hervorragenden 3. Rang stellte das Gespann eindrucksvoll sein Können unter Beweis. Die anspruchsvolle Prüfung verlangt höchste Leistungen in Fährtenarbeit, Gehorsam und Spurwillen und unterstreicht einmal mehr die hervorragenden Eigenschaften der Tiroler Bracke sowie das perfekte Zusammenspiel zwischen Hundeführer und Hund. Dieser Erfolg ist ein starkes Zeichen für engagierte Hundeausbildung und waidgerechte Jagdausübung.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Jahres war die Bezirkshubertusfeier mit feierlichem Umzug am 18. Oktober 2025 in Schruns. Die Hubertusandacht, gehalten von Pfarrer Mag. Hans Tinkhauser, sowie die Hubertusansprache von Bezirksjägermeister Manfred Vonbank, erinnerten eindrucksvoll an die Werte der Jagd, an Dankbarkeit, Verantwortung und Respekt vor der Schöpfung. Besonders erfreulich war die starke Präsenz der Jagdhunde verschiedenster Rassen, die als unverzichtbare Begleiter im Revier die enge Verbindung zwischen Mensch, Hund und Natur symbolisierten. Der Umzug bot einen würdigen Rahmen, um jagdliches Brauchtum und Gemeinschaft sichtbar zu leben.

Auch die praktische Hegearbeit im Revier Bludenz II – Garnila prägte das Jagdjahr maßgeblich. Im Zuge der Gamsbrunft wurde an einem Novemberwochenende ein 11-jähriger Gamsbock mit schwerer Verletzung bestätigt. Die gebrochene Gamskrucke und das massive Schädeltrauma machten deutlich, dass das Tier kaum Überlebenschancen für den kommenden Winter gehabt hätte. Der daraufhin durchgeführte Hegeabschuss erfolgte ruhig, präzise und waidgerecht und verhinderte weiteres Leiden. Dieser Vorgang verdeutlicht eindrucksvoll die Bedeutung einer verantwortungsvollen, ethisch begründeten Jagdausübung im sensiblen alpinen Lebensraum.

Zusammenfassend zeigt dieses Jagdjahr, wie vielfältig die Aufgaben der Jägerschaft sind: von erfolgreicher Hundeausbildung über gelebte Tradition bis hin zu verantwortungsvoller Hege. Sie alle tragen dazu bei, Wild, Natur und jagdliches Brauchtum in Einklang zu halten.

Neben den bereits erwähnten Höhepunkten war das Jagdjahr auch von zahlreichen praktischen Einsätzen und organisatorischen Maßnahmen geprägt, die die wichtige Rolle der Hundeführer und Jagdhunde im täglichen Revierbetrieb unterstreichen.

Immer wieder kommt es auf der  S16 Arlbergschnell Straße zu -Fallwild-Nachsuchen ein verletzter Fuchs konnte nach gezielter Nachsuche durch einen Fangschuss waidgerecht von seinem Leiden erlöst werden. Dieser Einsatz zeigt exemplarisch, wie wichtig eine rasche und fachkundige Nachsuche zur Vermeidung von Tierleid ist.

Darüber hinaus wurden mehrere Nachsuchen in verschiedenen Revieren durchgeführt. Diese Einsätze erforderten Erfahrung, Ruhe und ein eingespieltes Zusammenspiel zwischen Hundeführer und Hund und leisteten einen wesentlichen Beitrag zur waidgerechten Jagdausübung und zur Einhaltung jagdethischer Grundsätze.

Die Tiroler Bracke bewährte sich nicht nur bei Prüfungen, sondern auch im jagdlichen Alltag als verlässlicher, ausdauernder und führiger Begleiter. Ihre Arbeit auf der roten Fährte und ihr sicherer Spurwille bestätigten einmal mehr den hohen Stellenwert dieser traditionsreichen Gebirgsrasse.

Ein besonderer Fokus lag zudem auf der Dokumentation der heimischen Wildarten. Durch fotografische Aufnahmen von Steinwild und Rotwild konnte die Vielfalt und Schönheit unserer alpinen Wildbestände eindrucksvoll festgehalten und für die jagdliche Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden.

Auch die Unterstützung der Hundeführer war ein wichtiges Anliegen im vergangenen Jahr. Für die Vorarlberger Hundeführer wurde ein Jagdrucksack angeschafft und mit einem kleinen Selbstbehalt an die Hundeführer überreicht. Diese Maßnahme stellt eine Anerkennung für ihren engagierten Einsatz dar und unterstützt sie zugleich bei ihrer anspruchsvollen Arbeit im Revier.

Diese ergänzenden Tätigkeiten runden den Jahresbericht ab und zeigen eindrucksvoll, dass verantwortungsvolle Jagd weit über den Schuss hinausgeht und ein hohes Maß an Einsatz, Fachwissen und Idealismus erfordert.

 

Waidmannsheil und Bracken Heil an alle, die mit Engagement, Fachwissen und Leidenschaft zu diesem gelungenen Jagdjahr beigetragen haben.